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Die Bruder-Willram-Straße ist die Verbindung zwischen der
Ferdinand-Exl-Straße und der Georg-Opperer-Straße und besitzt einige
seitliche Stichstraßen, die denselben Namen tragen.
Anton Müller, v/o Bruder Willram, wurde am 10. März 1870 in Bruneck geboren.
Nach dem Besuch des Brixener Gymnasiums studierte Anton Müller Theologie und
wurde 1892 zum Priester geweiht. Während seines Studiums schloss er sich dem
Dichterkreis Netheborn und wählte für sich den Dichternamen Bruder Willram.
1892-95 war Müller in Nikolsdorf als Kooperator tätig, wo er seinen ersten
Gedichtband "Kiesel und Krystall" veröffentlichte. 1899 bis 1901 verbrachte
er in Rom an der Universität, wo er vor allem sich in Archäologie und
Kunstgeschichte weiterbildete. Nach seinen Studien kam er nach Innsbruck,
wo er wiederum als Kooperator eingesetzt wurde, bis er 1903 als Religionslehrer
an der Lehrerbildungsanstalt eine Anstellung fand.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit betätigte er sich als Volksredner,
Prediger und Dichter, wobei seine Kriegverherrlichenden Schriften auch dem
ersten Weltkrieg zu vielen Kontroversen Anhalt gab.
Nach dem ersten Weltkrieg gründete er den Bruder Willram Bund in Innsbruck,
der sich vor allem für mittellose Jugendliche einsetzte.
Von seinen vielen Veröffentlichungen wurden einige mit Preisen versehen
und er als "Dichter Tirols" gefeiert.
Bruder Willram hielt die Eröffnungsrede bei der Einweihung des
Kriegerdenkmals "Den Helden die Heimat" vor der ehemaligen Wörgler Molkrei.

Am 16. Februar 1939 verstarb Anton Müller in Innsbruck.