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Die Georg-Opperer-Straße verbindet die Jakob-Prandtauer-Straße mit der
Bruder-Willram-Straße.
Georg Opperer war Gemeinderat und 1. Vizebürgermeister der
Marktgemeinde Wörgl.
Er engagierte sich als Heimatforscher und hinterließ zahlreiche Schriften
über Wörgl.
Die Familie Opperer entstammte einer Bauernsippe im Pustertal, die schon
zu Anfang des vorigen Jahrhunderts in Hopfgarten im Brixental ansässig wurde.
Der Vater übte dort das Schneiderhandwerk aus.

Sohn Georg wurde am 27. Juli 1874 geboren und kam nach der zweiklassigen
Volksschule als Bäckerlehrling nach Kundl. Seine Militärjahre (1895 - 1898)
diente er bei den Tiroler Kaiserjägern ab. Anschließend war er als
Unterbeamter bei der Staatsbahn in Wörgl beschäftigt, wo er es zum "Adjunkt"
brachte, 1924 aber im zuge des Personalabbaues in Pension ging.

Bereits 1922 kam er als Vertreter der "Großdeutschen Volkspartei" in den
Gemeinderat. Später stand er als Obmann des "Bürgerblocks" und als
1. Vizebürgermeister eine Reihe von Jahren im Vordergrund des öffentlichen
Lebens. Besonders angelegen waren ihm die Versorgung Wörgls mit Trinkwasser
und Elektrizität sowie die Verbesserng des Straßenwesens. Unermüdlich trat
er für die Schulbelange ein. Ebenso galt seine Aktivität der Schaffung des
Waldfriedhofs, der Errichtung des Kriegerdenkmals (1914 - 1918) und der
Gründung der Bildungseinrichtung "Urania". Im Gemeinderat regte er an,
ein Gemeindearchiv anzulegen und einen Ausschuss für Ortsgeschichte,
Chronik und Statistik einzusetzen.

Er gründete die Ortsgruppe des Heimatschutzvereins und schuf die ersten
Grundlagen für ein Heimatmuseum. Als Heimatforscher schrieb er in den
Jahren 1923 - 1955 eine Anzahl von Beiträgen über Wörgl für die
"Tiroler Heimatblätter" und den "Tiroler Grenzboten". Leider ist vieles
aus seinem handschriftlichen Nachlass verloren gegangen.
Die noch vorhandenen und in den erwähnten Zeitungen abgedruckten
Artikel/Beiträge über Wörgl und teilweise auch über das Brixental
hat dankenswerterweise Franz Traxler in einem vervielfältigten Band
unter "Heimat-kundliches von Georg Opperer" der Nachwelt überliefert.

Opperer starb 80jährig am 21. August 1954 und fand im Wörgler
Waldfriedhof seine letzte Ruhe.