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Die Giselastraße beginnt in der Bahnhofstraße und endet am Angatherweg an
jener Stelle, wo bis zum Ende des zweiten Weltkriegs der Wörgler Bahnhof stand.
Die "Kaiserin-Elisabeth-Bahn" erhielt am 10. November 1872 die auf dem
Gesetze vom 10. April 1872 beruhende Konzession für die Linie Selztal nächst
Rottenmann im Anschluß an die Kronprinz-Rudolf-Bahn über Radstadt nach
Bischofshofen und von da durch den Pongau und den Pinzgau über Zell am See,
Saalfelden, St. Johann und Kitzbühel in Tirol nach Wörgl zur Verbindung mit
der Linie der k.k. priv. Südbahn-Gesellschaft sowie von Bischofshofen nach
Hallein und Salzburg zum Anschluß an die k.k. priv. Kaiserin Elisabeth-Bahn
in deren Bahnhof Salzburg.

Die "Giselabahn", so benannt zu Ehren der Erzherzogin Gisela Louise Marie,
1856 - 1932, der zweiten Tochter Kaiser Franz Josephs I. und Elisabeth
"Sissy" von Österreich, war nunmehr vollkommen sichergestellt und die
altgehegten Wünsche der daran beteiligten drei Alpenländer erfüllt.

Der im Frühjahr 1873 in vollen Gang gebrachte Bau wurde am 6. August 1875
dem öffentlichen Verkehr übergeben. Die "Giselastraße" zweigt von der
Bahnhofstraße nach Osten ab und führt zum Endpunkt der "Giselabahn"
(richtiger "Salzburg-Tirol-Bahn") am ehemaligen Standort des Bahnhof Wörgl.
Das Bahnhofgebäude wurde beim Großfliegeralarm am 23. Februar 1945
vollständig zerstört.