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Die Karl-Schönherr-Straße führt von der Innsbrucker Straße (B170) bis zum
Madersbacherweg bzw. Gießenweg.
Karl Schönherr wurde am 24. Februar 1867 in Axams geboren und starb am
15. März 1943 in Wien. Er war Arzt und Schriftsteller.

Schönherr, der Sohn eines Dorfschullehrers, studierte zunächst Medizin,
und wurde zum Dr. med. promoviert. Als Schriftsteller gelang ihm nach
humoristisch angelegten Erzählungen in der Welt ländlicher Alltagsszenarien
der Durchbruch als Dramatiker. Zu seinen erfolgreichsten Stücken zählen
Glaube und Heimat (1910) und Der Weibsteufel (1914). Nach der
„Machtergreifung“ der Nationalsozialisten gehörte er der „gesäuberten“
Deutschen Akademie der Dichtung an, einer Unterabteilung der Preußischen
Akademie der Künste. Reichsdramaturg Rainer Schlösser bezeichnete Schönherrs
schriftstellerische Tätigkeit am 9. Mai 1933 im Völkischen Beobachter als
„Blutechtes, bodenständiges Schaffen“. Schönherr schrieb zu dieser Zeit
Werke wie Die Fahne weht (1937). Anlässlich der „Volksabstimmung“ über den
Anschluss Österreichs schrieb er im April 1938 folgende Verse: „Nun sind wir
wieder ein gewaltiges Land, / so wie in alter Zeit, / das keine Welt
auseinanderreißt“. Schönherr, der nach den rassistischen Nürnberger
Gesetzen mit einer Jüdin verheiratet war, erhielt weiterhin Schreiberlaubnis,
verstarb aber 1943.

Er ruht in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof
(Gruppe 14 C, Nummer 11).