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Die Simon-Prem-Straße verbindet die Brixentalerstraße mit der
Johann-Federer-Straße, ist zu dieser aber für den KFz-Verkehr gesperrt.
Sie quert die Adolf-Pichler-Straße.
Zu den namhaftesten Vertretern der Tiroler Wissenschaft gehörte der am
27. Oktober 1853 in Niederau geborene und am 26. April 1920 in Innsbruck
verstorbene Literaturhistoriker und Heimatforscher Professor
Dr. Simon Marian Prem.
Er stammte aus einem alten Freibauerngeschlecht der Wildschönau,
das zu "Premstätt" am Grafenweg seinen Sitz hatte.
Sein Vater war Besitzer des "Kohlerhäusl" in Niederau.
Nach dem Besuch des Haller Gymnasiums und der Innsbrucker Universität
wirkte er als Professor für deutsche Sprache und Geschichte an
verschiedenen Mittelschulen Österreichs (Wien, Linz, Innsbruck, Bielitz,
Marburg, Graz, Bozen).

Darüberhinaus war er als Forscher und Schriftsteller tätig.
Seine Hauptwerke sind das in drei Auflagen erschienene Volksbuch
"Goethe" und die "Geschichte der neueren Literatur in Tirol".
Bahnbrechend waren seine Schriften über Adolf Pichler und Martin Greif.
Auch um die heimischen Dichter Hermann von Gilm, J. Schellhorn,
Jos. v. Schnell und Christian Schneller hat er sich in seinen Schriften
verdient gemacht.

Als Historiker befaßte er sich vor allem mit dem Jahr 1809,
dem er eingehende Sonderstudien widmete, so über Josef Speckbacher,
Johann Sieberer, Jakob Margreiter und das "Treffen bei Wörgl".

Mit der Kufsteiner Festschrift vom Jahre 1893 schuf er ein Heimatwerk
von bleibendem Wert. Sein Buch "Über Berg und Tal" zeigt ihn als Kenner
und liebevollen Schilderer seiner weiteren und engeren Heimat.

Die Gemeinden Wildschönau und Kufstein verliehen dem verdienstvollen
Mann das Ehrenbürgerrecht.

simon prem strasse