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Die Christian-Plattner-Straße ist eine Seitenstraße der Bahnhofstraße.
Abzweigungen sind die Mozartstraße, zweimal die Franz-Schubert-Straße
und die Johann-Strauß-Straße.

In Imst im Oberinntal am 2. März 1869 geboren, verbrachte Christian Plattner
seine Kinderjahre in bescheidenen Verhältnissen. Er fühlte in sich den Drang
zum Maler und Bildhauer. Dem Rat seiner Lehrer folgend entschied er sich für
die Plastik.
Auf diesem Gebiet erzielte Plattner in München mit dem "Seilwerfer" und in
Wien unter Helmer seine ersten Erfolge. Für die Priestergruft seines
Heimatortes schuf er eine von der Tradition abweichende Pietá.
Ein gelungenes Meisterstück seiner Darstellungsgabe ist die Gruppe der
Landesverteidiger von "Anno neun", die in Erz gegossen eine Ecke vor der
Ottoburg in Innsbruck einnimmt. Weiters sollte dem Freiheitskämpfer
Speckbacher auf dem Paschberg am Sillufer ein Denkmal errichtet werden.
Plattner wurde auch beim Wettbewerb der erste Preis zuerkannt, aber das
Projekt scheiterte und damit brach auch die Schaffenskraft des Künstlers zusammen.

Die Schwierigkeiten und Mühseligkeiten in der Zeit des ersten Weltkriegs
empfand der zartbesaitete Künstler noch mehr als kräfteverzehrendes Hindernis
und so zog er sich immer mehr zurück. Er starb im Krankenhaus am 1. Jänner 1921.

Eines seiner besten Werke ist der sogenannte "Wörgler Rearer", ein Denkmal für
die Freiheitskämpfer in der Schlacht bei Wörgl am 13. Mai 1809, das einen
betend ins Knie gesunkenen Landstürmer in ergreifender Haltung darstellt.
Der gebrochene Mann trägt die Tracht der Wildschönauer Sturmlöder.
Für dieses Werk, das zum 100jährigen Gedenken der Schlacht im Jahre 1909
feierlich eingeweiht wurde, erhielt Plattner einen Preis auf der
internationalen Ausstellung in Rom 1911.