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Die Dr.-Franz-Stumpf-Straße verbindet die Salzburger Straße (B170) mit der
Michael-Unterguggenberger-Straße.
Hier liegen die beiden Hauptschulen der Stadt Wörgl.
Landeshauptmann Dr. Franz Stumpf entstammte einem alten Kundler Geschlecht
und wurde am 30. März 1876 als Sohn eines praktischen Arztes geboren.
Im Kreise vieler Geschwister wuchs Franz heran, wurde zum Studium nach Hall
geschickt und inskribierte dann an der philosophischen Fakultät der Innsbrucker
Universität mit dem Hauptfach Physik.

Seine Militärdienstzeit legte er als Einjährig-Freiwilliger beim 1. Regiment
der Tiroler Landesschützen zurück. Nach Erlangung des Doktorats besuchte er
zur weiteren Ausbildung die technische Hochschule in Wien, worauf er nach
einer Supplentur an der Lehrerbildungsanstalt in Bozen seine erste Anstellung
als Professor an der Lehrakademie in Wien erhielt.

Schon früh wandte Dr. Stumpf auch aus der Ferne seine Aufmerksamkeit den
politischen Angelegenheiten seiner Heimat zu. Im Jahre 1907 wurde er als
Abgeordneter der Gerichtsbezirke Hopfgarten, Kitzbühel und Kufstein in den
Reichsrat, nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches in die Nationalversammlung
und zuletzt noch im Juni 1919 in den Nationalrat gewählt.

Vom Jahre 1908 an war er Landtagsabgeordneter, seit 1914 Mitglied des
Landesausschusses, dann des Landesrates und seit 1920
Landeshauptmannstellvertreter.

Vom 7. Juni 1921 bis zu seinem Tod stand Professor Dr. Franz Stumpf als
Landeshauptmann an der Spitze des Landes Tirol. Während seiner Abgeordnetenzeit
schlug Dr. Stumpf seinen Wohnsitz in Wörgl auf. Dr. Stumpf hat sich um Wörgl
besonders verdient gemacht. Überall stand er der Gemeinde mit Rat und Tat bei,
so bei der Vereinigung der beiden Dorfgemeinden im Jahre 1911 und bei der darauf
folgenden Markterhebung.

Überdies war er ein eifriger Förderer des Schulwesens (Ausbau der Volks- und
Fortbildungsschule, Neuerrichtung der Bürgerschule).
Die Gemeinde Wörgl ernannte ihn deshalb auch am 21. Dezember 1912 zum Ehrenbürger.
Dr. Franz Stumpf wurde zudem mit Kommandurkreuz des päpstlichen Gregoriusordens
und dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik ausgezeichnet.