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Die Michael-Unterguggenberger-Straße verbindet die Brixentalerstraße mit
der Johann-Federer-Straße. Sie mündet dabei in die Dr.-Franz-Stumpf-Straße
und quert die Adolf-Pichler-Straße. Die Michael-Unterguggenberger-Straße
ist von der Adolf-Pichler-Straße bis zur Brixentalerstraße in diese Richtung
als Einbahnstraße ausgelegt.

In der Michael-Unterguggenberger-Straße liegen die beiden Wörgler
Volksschulen und das Unterguggenberger-Institut.
Michael Unterguggenberger war Bürgermeister der Marktgemeinde Wörgl und
Initiator des Wörgler Freigeldexperiments.
Michael Unterguggenberger wurde am 15. August 1884 in Hopfgarten geboren.
Als Wandergeselle lernte er in Europa die Parteipolitik kennen, wobei er
sich bei der Sozialdemokratie beheimatet fühlte, aber auch die Ideen des
Wirtschaftstheoretikers Silvio Gesell.

Zurück in Tirol begann er 1905 bei der Eisenbahn in Wörgl und kam 1919
erstmals in den Gemeinderat. 1922 Bürgermeister-Stellvertreter wurde er
1931 durch Losentscheid Bürgermeister der Marktgemeinde Wörgl.
In der damaligen politisch sehr angespannten Zeit, bildete Unterguggenberger
in Wörgl einen von allen Parteien anerkannten und geschätzten Ruhepol.

Seine Idee einer Komplementärwährung in Anlehnung an die "Natürliche
Wirtschaftsordnung" von Silvio Gesell, die in den Jahren 1932/33 in Wörgl
als Freigeldexperiment in die Praxis umgesetzt wurde und aufgrund des
eindeutigen Erfolgs weltweite Beachtung fand, machten Unterguggenberger
berühmt.

Der "Februar-Aufstand" 1934, bei dem sich Heimatwehr und Schutzbund auch
in Wörgl in die Haare gerieten, konnte glimpflich beendet werden.
Daraufhin wurde aber die Sozialdemokratische Partei verboten und
Unterguggenberger als Bürgermeister von Martin Pichler abgelöst.

Am 19. Dezember 1936 starb der Freigeld-Bürgermeister
Michael Unterguggenberger.
Er fand seine letzte Ruhestätte im Wörgler Waldfriedhof.