Schon vor vielen Jahren begann ich, Mundart-Gedichte zu schreiben. Es ist einfach passiert. Ich sehe es als Geschenk, meine Gedanken und Gefühle in Texte zu packen. Im Jahr 2018 entstanden meine beiden Protagonisten, Herr Baum und Mischa Schmetterling. Die wundervollen Bilder dazu malt meine Künstlerfreundin Martina Stöckl aus Kufstein. Gemeinsam dürfen wir viel Gutes mit unseren Wurzelbüchern bewirken. Ich bin ein sehr verwurzelter, humorvoller Mensch und darf das auch in meiner Arbeit als Kindergartenassistentin, Montessori- und Naturpädagogin ausleben. Derzeit arbeite ich an meinem ersten Sachbuch „Sand.Zeit“ über die pädagogische Arbeit mit Sanduhren. Demut, Dankbarkeit, Mitgefühl und Ehrfurcht vor der Natur von Mutter Erde treiben mich an und ist der Motor für mein Leben. https://www.meilochn.at/

 

*Do is nix* Do is nix, wos du u´greifm kust. Do is nix, wos du echt gspian a kust. Schau, do is nix wos du für dei Lebm kust brauchn. Des is nix, an gonz Tog as Handy zu gebrauchn. De virtuelle Wöt, de in deim Kopf entsteht, is gefüllt mit so vü unnützn Sochn, über de brauchst du dir, koane weiteren Gedonkn mochn. Schau di um, do is nix mehr um di herum. Koa echtes Lebm und Gefühle mehr, schau di um, do is nix mehr.

Koa hoit gem und koa umormen fein, vielleicht mit oan gutn Freund obendrei. Des ku decht net so gewaltig sei, dass ma nur mehr hod, fia sei Handy dawei. Gonz alloa mit Millionen virtuellen Freunden, tuast du dei kostbares Lebm vergeudn. Schenk dir echte Zeit und moch as Handy aus, do is so vü um di herum, wo gsechn wean mecht, glab mas, mit da Zeit, gib dir dei Körper recht.

Do is nix, wos du u´greifm kust.

 

*Gfundn* Oft hob i mi gfrog, wos is des wos mi so schreiben lost. Wos is des wos mi so denkn lost, jeden Tog fost ohne Rost. Immer FRONG, immer SUACHN oft net leicht gwen zu ertrong. Immer steh bleim und umschaun, mit dem Gfüh: Bist du nu do? STAD wors, jo gonz kurz STAD in mir, host mir a Geheimnis gschenkt dafia.

Fia den longen Weg mit so vü Tränen, host du mia zoag, i ku meine Gedonken ob jetzt bei dia u´lehnen. Du bist so worm und fia mi do. Du bist so STAD, nimm di nur leise wor. Adiam intensiver, genau zur richtigen Zeit. Jetzt bin i do und für di bereit. Urvertraun, des is des Gfüh. A Urvertraun braucht nimmer wohi. Mit dia mein Lebensweg weiter geh, es is a Geschenk, oafoch so schee. Des Geheimnis, bleib gonz fest bei mir. Versprochen!!
Und deaf weiter schreiben mit so vü Urvertraun und Freid. Jo, i bin bereit. Urvertraun, wia a Mutter mit ihrem Kind, des mei Faier in mein Herzn hod entzünd.

Oft hob i mi gfrog, wos is des wos mi so schreiben lost...

 

*Lebensrätsel* Wos kunt de Ontwort sei? Wia vü Buchstobm miassn nu hinei? De Wörter vom Rätsel richtig einzutrogen und jedes Wort wü a Geschichte aus deim Lebm song. Nix passt genau in de leeren Zeilen und Spoitn, gornix lost sich oafoch ausfüllen nur mit Wortn.
Verflixt, wöcha Buchstob passt do nu hinei? Wia a Wörterbuach mit tausend Seiten drei. Fong i u narrisch z´wean und immer schnöer zu denken, damit i mei Lebensrätsel glei ku beenden. Oder is des Rätsel vom Lebm, koa Problem des zu lösen war. Sondern a Wirklichkeit de zu erfohn isund wir zugleich merken, des is jetzt gwiss.

Des oan die richtigen Wörter leise sog und koana sust dafrog. Des Lösungswort gonz WAHRHAFTIG in deine Gedonkn kimmp. Mein´s hob i gfundn und dein´s findst bestimmt. Wos kunt de Ontwort sei? Wia vü Buchstobm miassn nu hinei?

 

*Oafoch pur* As pure Leben deaf i ois Geschenk, um mi herum jeden Morgen sechn. De strohlend-klore Sun über meine Berg sonft ziag, und de Landschonft mit puren Forbm überfliag. Überwältigt vo unbeschreiblichen Gerüchen, vom Gros des nu is vom Morgentau leicht noss, vo Wurzeln, vo Erdn, vo Bleami in ollen Forbm.

I wea vo meiner Natur, durch mein gonz Tog, sonft getrogn. I hea meine Vegä, de guten Morgen mia singen und i hea meine Grillen zirpen, de vor Freid in de Luft, hoch springen. Mei Wind, der mir a feine Brise bring und mi fest, in sein Orm nu nimmb. Des saftige grün vo der Natur und unbeschreibliche Forbm dazua.
Adiam fei versteckt, owa oafoch zu finden, so wia an Schotz, den i deaf jeden Tog auf neie finden. Pures Goid san meine Gedonkn, pures Lebm, mit intensiven Augenblickn, Voller Reichtum, an Vertrauen und Zuversicht, und gonz vü Demut, vor so vü Geschenkn, unbeschreiblich fei und übersprudeln vor Freid, jetzt glei!

Oafoch DANKE und stad wean vo mir, denn i deaf´s gspian, dass i kea zu dia.

Eva-Maria Fischer